Vorhänge entstammen ursprünglich wahrscheinlich den Wandteppichen im Orient. Während man erst Teppiche an die Wand hing, suchte man später feine Stoffwaren, die auch Korridore schmückten. Besonders im Mittelalter waren Vorhänge vor allem in Burgen, Guts- und Königshäusern beliebter Schmuck, um Fensterbögen edel zu verzieren. Aus diesem Trend entwickelte sich auch die Gardine, die ursprünglich ihre Wurzeln in Norddeutschland als "gordijne" fand und als Bettvorhang diente.Die heute bekannten Flächenvorhänge sind ausschließlich glatte Fensterstoffe, die vorrangig an Führungsschienen und seltener an Gardinenstangen aufgehangen werden. Die Hersteller bieten dabei unzählige Muster und Farben, um für jeden Geschmack etwas anbieten zu können. Häufigstes Auswahlkriterium ist natürlich die Farbgebung der Vorhänge. Wie Möbelstücke, der Anstrich oder der Bodenbelag kann auch ein falsch gewählter Vorhang schnell die Stimmung im Raum zerdrücken. Andererseits bringt nur ein ordentlicher Vorhang den Raum zur Perfektion. Dabei spielt die Lichtdurchlässigkeit eine wichtige Rolle. Bleibt der Vorhang nicht immer offen, sondern tagsüber manchmal geschlossen, um vor der Sonne zu schützen, sollte er eher das Licht durchlassen, damit der Raum nicht zur Dunkelkammer wird. Um die Vorhänge sicher vor leichten Windstößen zu machen, wird meist schwerer Stoff in den Bodensaum eingenäht, damit das Gewicht die Vorhänge strafft.